Parkett schwimmend oder verklebt verlegen

Viele träumen von einem Parkettfußboden und stellen sich schnell sie Frage, ob Sie das Parkett schwimmend oder verklebt verlegen sollen. Ganz egal ob selbstgemacht oder von einem professionellen Bodenleger. Wir zeigen, worin die Unterschiede und auch worin die Vor- und Nachteile liegen. Folgende finden Sie Tipps zur richtigen Verlegeart.

Die Vorteile von Parkettböden

Die Gründe bei der Wahl Ihres Bodens auf Parkett zu setzen sind vielfältig. Zum einen sind Fußböden aus Holz sicherlich langlebig und auch strapazierfähig. Parkett ist belastbar und Sie können es verhältnismäßig einfach wieder aufbereiten. Professionelle Bodenleger mit entprechenden Maschinen können Kratzer und andere Beschädigungen entfernen.

Ebenfalls nicht nur praktisch, sondern auch sehr angenehm ist, dass Holzböden über eine natürliche Wärme verfügen, wodurch Sie immer warme Füße genießen können. Dadurch sind sie insbesondere für Wohnbereiche ideal geeignet. Die dämmende Eigenschaft von Parkett verringert den Lärm und sorgt so für eine angenehme Wohnatmosphäre. So können Sie und Ihre Familie sich auch in Mietwohnungen sorglos austoben, ohne jedes Mal die Nachbarn zu stören.

Ebenfalls praktisch ist die Tatsache, dass Fußböden aus Holz sowohl Milben als auch Keime kaum zulassen und sehr einfach zu reinigen sind. Ist der Parkettboden zudem versiegelt, lassen sich zusätzlich Ablagerungen in den Zwischenräumen verhindern.

Zu guter Letzt ist Parkett schlicht ein Klassiker und wird Sie so ein Leben lang in Stil begleiten. Egal ob hell oder dunkel, dezent oder modern: Parket ist zeitlos, bringt ein Stück Natur in Ihr Zuhause und sorgt für ein ideales Raumklima.

Parkett schwimmend oder verklebt verlegen – was, wieso und wann?

Wenn Sie sich nun für einen Parkettboden entschieden haben, dann stellt sich automatisch die Frage, wie dieser verlegt werde soll. Zur Auswahl steht dabei das Parkett schwimmend oder verklebt zu verlegen.

Parkettboden schwimmend verlegt

Wird ein Parkettboden schwimmend verlegt, werden die einzelnen Parkettelemente miteinander verbunden und auf eine sogenannte Trittschalldämmung gelegt. Unabhängig davon, ob die Elemente miteinander verleimt oder nur mittels Klick-System ineinander geklickt sind, bei der schwimmenden Verlegung ist der Parkettboden nicht mit dem Untergrund verbunden. Das Parkett liegt dann einfach darüber.

Dies bringt den klaren Vorteil mit sich, dass es im Großen und Ganzen egal ist, wie der Untergrund beschaffen ist. Ein schwimmend verlegtes Parkett kann auch über Fliesen oder einen alten Holzboden gelegt werden. Solange es sich dabei um einen festen Boden handelt, ist die schwimmende Verlegung kein Problem.

Ein weiterer Vorteil ist, dass es für die schwimmende Verlegung nicht unbedingt einen Bodenleger braucht. Besonders die neuen Klick-Systeme sind auch für Laien einfach zu verlegen. Zudem kostet eine Trittschalldämmung weniger als ein professioneller Parkettkleber. Dadurch kommt Sie die schwimmende Verlegung insgesamt weniger teuer zu stehen.

Vorsicht ist jedoch bei größeren Flächen geboten, denn hier kann ein schwimmendes Parkett nachfedern. Temperaturschwankungen im Winter und Sommer führen dazu, dass sich das Parkett ausdehnt und zusammenzieht, wodurch sich kleinere Fugen bilden können. Dadurch, dass die Parkettelemente zudem nicht mit dem Untergrund verleimt und dadurch nicht in direktem Kontakt steht, ist auch das Abschleifen großer Flächen schwieriger und eine eventuell verlegte Bodenheizung braucht etwas länger, um die Wärme auf die Oberfläche des Parkettbodens zu übertragen.

Parkettboden vollständig verklebt

Wie es der Begriff schon deutlich sagt, werden bei dieser Methode die einzelnen Dielen vollständig mit dem Untergrund verklebt. Dies geschieht mittels eines geeigneten Klebstoffes, wobei die Verbindung der einzelnen Elemente nicht wichtig ist.

Die Vorteile der Verklebung liegen klar darin, dass insbesondere bei größeren Flächen der Boden nicht nachfedert und ein Zusammenziehen und Ausdehnen des Holzes bestmöglich verhindert wird. Somit ist auch das Abschleifen des Bodens durch einen Bodenleger kein Problem. Ebenfalls erhalten Sie durch diese Art der Verlegung eine maximale Trittschalldämmung. Durch die Verklebung kann zudem eine verlegte Bodenheizung ihr volles Potenzial ausschütten und die Bodenoberfläche schneller und dadurch auch effizienter beheizen.

Im Gegenzug erfordert es Fachwissen, um einen Parkettboden vollständig zu verkleben und wir empfehlen Ihnen dazu einen Parkettverleger bzw. Bodenleger zu beauftragen. Hinzu kommt, dass der für die Verklebung notwendige Kleber nicht ganz günstig ist und Ihnen dadurch nochmals etwas höhere Kosten entstehen. Für eine vollständige Verklebung muss der alte Untergrund vorbereitet werden, wodurch weitere Kosten entstehen. So müssen alte Rückstände entfernt oder Estriche wieder Instand gesetzt werden. Daher kostet diese Methode nicht nur mehr, sie braucht auch mehr Zeit.

Und was soll es nun werden, schwimmend oder verklebt?

Wenn Sie davor stehen einen Parkettboden zu verlegen und es bis zu diesem Punkt im Text geschafft haben, kennen Sie nun beide möglichen Methoden als auch ihre Vor- und Nachteile. Doch für welche würden bzw. sollten Sie sich denn nun entscheiden?

Wir empfehlen Ihnen grundsätzlich Ihre Entscheidung von folgenden drei Faktoren abhängig zu machen:

Größe der Fläche

Je größer der Raum, desto eher sollten Sie das Parkett verkleben


Zur Verfügung stehende Zeit

Je weniger Zeit Sie zur Verfügung haben, desto eher sollten Sie das Parkett schwimmend verlegen

Höhe Ihres Budgets

Je höher Ihr Budget ist, desto eher kommt die vollständige Verklebung in Betracht

Ein vollständig verklebter Parkettboden kann sicherlich als qualitativ am höchsten eingestuft werden und ist bei großen Räumen kaum zu vermeiden, wenn Sie nicht mit dem Nachfedern leben möchten.

Unsere Erfahrung als Bodenleger in München zeigt, dass die Entscheidung darüber, wie ein Parkettfußboden verlegt werden soll, oft auch von der Art des Raumes abhängt. Eine schwimmende Verlegung wird oft für Schlafzimmer und Kinderzimmer gewählt. Im Schlafzimmer ist die Temperatur meist niedriger gehalten als in anderen Räumen. Ebenso wird schwimmendes Parkett für Büro- oder Kellerräume öfter gewählt.

Eine vollständige Verklebung wird meistens in Wohnbereiche und Küchen eingesetzt. Hier halten sich die Menschen am häufigsten auf und es ist wichtig, dass sie sich dort wohlfühlen. Die höchste Qualität und damit auch die längste Lebensdauer erreichen Sie mit einem vollständig verklebten Parkett

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