Parkett richtig schleifen

Von Zeit zu Zeit muss Parkettboden abgeschliffen und gepflegt werden. Dabei haben Sie die Möglichkeit, diese Arbeit selbst durchzuführen oder uns als Fachbetrieb damit zu beauftragen. Beide Varianten haben ihre Vorteile, sodass Sie individuell für sich entscheiden müssen, was für Sie wichtiger ist. Im folgenden Ratgeber erfahren Sie, was es beim Parkett schleifen alles zu beachten gilt, welche Möglichkeiten es gibt, welches Werkzeug Sie dafür brauchen und wie die Pflege eines frisch geschliffenen Bodens erfolgen sollte.

Parkett schleifen – So geht’s richtig: Werkzeuge und Zubehör

Um den Parkettboden zu schleifen, können Sie die folgenden drei Maschinen verwenden:

  • Walzenschleifmaschine
  • Randschleifmaschine
  • Einscheibenschleifmaschine

Wenn Sie sie nur sehr selten benötigen, brauchen Sie sie nicht gleich kaufen, sondern können sie in Baumärkten und anderen Fachgeschäften für die benötigte Zeit ausleihen. Achten Sie darauf, gleich auch die passenden Schleifbänder in den richtigen Körnungen (möglich sind 24, 40, 60 und 100) mit auszuleihen. Zudem ist es sinnvoll, auch ein sogenanntes Schleifgitter in eine Körnung von 120 zu besorgen, mit dem Sie den Fein- und Zwischenschliff erledigen.

Neben der Schleifmaschine und dem Schleifpapier benötigen Sie für die Feinarbeiten in den Ecken und an den Rändern noch folgende Maschinen:

  • Randschleifmaschine
  • Dreieckschleifer und
  • Winkelschleifer

Die Arbeit mit der Parkettschleifmaschine: Darauf müssen sie achten!

Wenn Sie sich in einem Fachhandel oder im Baumarkt eine Schleifmaschine zum Parkett schleifen ausleihen, wird Ihnen zumeist auch eine Gebrauchsanleitung mitgegeben und Sie erhalten eine kurze Einweisung. Anschließend sind Sie aber auf sich alleine gestellt, beziehungsweise können sich im Internet Tutorials ansehen. An dieser Stelle sei gesagt, dass Menschen die absolut keine Erfahrung auf diesem Gebiet haben, die Arbeit lieber uns, Bodenleger Eching, überlassen sollten. Wer dennoch sein Glück versuchen will, sollte die nun folgende Punkte beachten.

Das Parkett vorbereiten

Zunächst räumen Sie alle Möbel, Teppiche, Deko-Gegenstände und Gardinen/Vorhänge aus dem Raum. Alles was Sie nicht entfernen können, kleben sie mit einer Schutzfolie ab, um es vor dem aufkommenden Staub zu schützen.

Im nächsten Schritt entfernen sie die Sockelleisten, um das Parkett ideal bearbeiten zu können und an alle Bereiche problemlos zu gelangen. Eventuell haben sie Glück und die Sockelleisten wurden lediglich mit Befestigungsclips anmontiert oder lassen sich ganz einfach abschrauben. Sollten Sie hingegen mit Nägeln befestigt worden sein, lassen sie sich in der Regel ganz einfach abheben. Müssen auch die Sockelleisten geschliffen werden, müssen Sie die Nägel unbedingt entfernen oder zumindest versenken. Bevor Sie mit der eigentlichen Arbeit beginnen, reinigen Sie das Parkett. Hierfür gehen Sie mit dem Staubsauger über alle erreichbaren Flächen und wischen schon einmal grob und nebelfeucht darüber.

So können Sie Ihr Parkett schleifen!

Wenn Sie noch nie mit einer Schleifmaschine gearbeitet haben, sollten sie ein Modell mit Sicherheitsgurt wählen. Denn dieses liegt besser in der Hand und entlastet Ihren Körper. Zudem leihen sie bei dem Besuch im Fachhandel oder Baumarkt auch gleich die passende Schutzausrüstung mit aus, wie zum Beispiel eine Staubmaske, Gehörschutz und im besten Fall auch Knieschützer.

Beachten Sie zudem, dass ein gutes Ergebnis zumeist nicht mit einem Durchgang erreicht werden kann. In vielen Fällen müssen Sie dreimal mit der Maschine über das Parkett gehen. Zunächst beginnen Sie mit dem groben Schleifgang. Dabei wählen Sie die Körnung anhand der Beschädigung oder der Abnutzung des Untergrunds aus. Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema und empfehlen Ihnen ein passendes Produkt.

Beim Parkett schleifen wird bei einem Mehrschicht-Parkett ungefähr ein halber Millimeter abgetragen. Daher sind auch mehrere Schleifgänge erforderlich, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Handelt es sich hingegen um massive Dielen, können Sie diese Arbeit sogar noch öfter durchführen.

Pro zehn Quadratmeter Parkettboden, brauchen sie ungefähr zwei Schleifbänder. Beachten Sie dabei, dass Modelle mit einer gröberen Körnung zumeist auch deutlich schneller verschleißen und die 100er-Schleifbänder in der Regel deutlich länger halten. Bevor es nun ans Parkett schleifen geht, entfernen sie alle Holzsockel in dem jeweiligen Zimmer. Dann spannen Sie das Schleifpapier in die Maschine und beginnen in einer unauffälligen Ecke mit der Arbeit. Von dort aus arbeiten Sie sich dann weiter, ganz nach Ihren Wünschen, durch den Raum. Wie das geht, erfahren Sie weiter unten!

Wie bereits erwähnt, sollten Sie beim Abschleifen drei Durchgänge einplanen, wobei bei jedem von diesen ein anderes Schleifpapier verwendet wird:

  • 1. Durchgang: Körnung 24
  • 2. Durchgang: Körnung 40
  • 3. Durchgang: Körnung 60

Die richtige Schleifrichtung

Gehen Sie niemals einfach nur auf gut Glück mit der Maschine durch den Raum. Denn so können schnell unschöne Macken oder ein ungleichmäßiges Schleifbild entstehen. Besser ist es, von einer Wand schräg zum Dielen-Verlauf zu arbeiten. Bei jedem Schleifgang gehen Sie zuerst die gleichen Bahnen ab und dann nochmal einmal in die entgegengesetzte Richtung.

Zudem ist es sinnvoll, während des Schleifens das Gerät immer mal wieder um eine halbe Reihe zu versetzen, bis Sie den kompletten Parkettboden bearbeitet haben.

Übrigens: Fahren Sie niemals in Kurven über den Untergrund und senken Sie das laufenden Gerät nicht einfach ab, wenn Sie stehen bleiben.

So bearbeiten Sie die Ränder des Parketts

Wenn Sie die Schleifmaschine zurückziehen, kann es immer passieren, dass am Rand ungefähr ein Meter ungeschliffen bleibt. Diesen Bereich bearbeiten Sie in umgekehrter Richtung zu der eigentlichen Schleifspur. Anschließend fahren Sie die Bodenränder mit der oben erwähnten Randschleifmaschine ab. Für die Ecken eignet sich dagegen ein spezieller Winkelschleifer und der Feinschliff wird mit dem Dreieckschleifer durchgeführt.

Risse und Fugen im Boden auffüllen

Bemerken Sie beim Abschleifen einige schon recht tiefe Risse oder Fugen im Boden, reicht es zumeist nicht aus mit der Schleifmaschine darüber zu gehen. Stattdessen müssen Sie diese mit einem Gemisch aus Fugenkitt und einem speziellen Schleifstaub auffüllen und dann verschließen. Dann folgt noch der dritte und damit auch letztes Schleifgang. Wichtig ist, dass Sie mit jeder der genannten Körnung den kompletten Bereich des Raumes, so wie auch alle Ränder bearbeiten.

Wenn auch der dritte Schleifgang abgeschlossen ist, saugen Sie den Untergrund sorgfältig ab.

Wie sollte frisch geschliffenes Parkett gepflegt werden?

Nachdem Sie das Parkett geschliffen und abgesaugt haben, steht die Versiegelung an. Dafür erhalten Sie im Baumarkt und dem Fachhandel unterschiedliche Lacke. Sie sorgen für eine Schutzschicht und machen den Boden damit widerstandsfähiger als zum Beispiel Wachs oder Öl. Tragen Sie allerdings vorher erst eine Grundierung auf. Erst dann wird der Lack auf das Parkett gegeben.

Das Pflegemittel sorgt dafür, dass sich die Holzfasern aufstellen. Entfernen Sie diese mit einer sogenannten Tellerschleifmaschine.

Tipp: vor dem Lackieren streichen Sie am besten erst die Ränder vor. Denn so brauchen Sie diese nachher nicht noch mühselig bearbeiten und können die Fläche großräumig mit dem Pflegemittel versehen.

Eine Alternative zu dem Lack ist spezielles Pflegeöl. Allerdings ist dieses, wie oben beschrieben, nicht ganz so robust. Lassen Sie sich dazu von einem Fachverkäufer im Baumarkt oder Fachhandel ausführlich beraten, wenn Sie sich dafür interessieren.

Vor- und Nachteile des Parkett Schleifens in Eigenregie und durch uns als Fachbetrieb

Beachten Sie, dass Sie das Parkett zwar in Eigenregie abschleifen können, aber wenn Sie dabei Fehler machen, kann ein erheblicher Schaden entstehen. Und dann übersteigen die Reparaturkosten den Betrag, den Sie für die Dienste vom Bodenleger Eching bezahlen müssten. Wenn Sie uns mit der Arbeit beauftragen, können sich darauf verlassen, dass Sie stets hochwertige Ergebnisse erhalten.

Durch einen falschen Schliff kann im schlimmsten Fall sogar ein kompletter Austausch erforderlich sein. Und einen Parkettboden komplett neu zu verlegen, kann sehr teuer sein. Ein häufiger Fehler, den Laien beim Abschleifen von Parkett begehen, ist, zu viel Druck mit der Maschine auszuüben und so auch zu viel Material abzutragen. Wenn das passiert, kann es sein, dass diese Stellen sichtlich dünner sind als andere Bereiche im Raum.

Das alles lässt sich verhindern, wenn sie Hamitaga Boden mit dem Abschleifen Ihres Parketts beauftragen. Gerne beraten wir Sie auch im Vorfeld und vereinbaren einen ersten, kostenlosen und komplett unverbindlichen Besichtigungstermin, bei Ihnen vor Ort. Wir sind immer für Sie da und Ihr zuverlässiger Partner bei allen Themen rund um Parkettböden und viele weitere Böden!

Rufen sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

Jetzt den Artikel teilen

Share on facebook
Share on google
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on print
Share on email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on pinterest
Pinterest

Aktuelle Artikel

Jetzt kontaktieren